Schulung und Nachweis nach EU AI ActKI-Check starten

Stufe 0 und Stufe 1

KI-Pflichtschulung nach Artikel 4: die Grundlage für alle, die Rollenmodule für die, bei denen etwas passieren kann

Neunzig Minuten online für jede Person im Betrieb. Danach zwei bis drei Stunden für jene Funktionen, in denen KI tatsächlich Schaden anrichten kann. Beides dokumentiert, beides mit Datum und Inhalt in Ihrer Mappe.

Basis für Ihren Betrieb anfragen

Wir melden uns innerhalb eines Werktags.

Stufe 0 in Zahlen

Dauer
90 Minuten
Format
Online, Selbstlernen, unterbrechbar
Für wen
Alle Mitarbeitenden, branchenneutral
Abschluss
15 Fragen aus einem Pool von 60, Grenze 70 Prozent
Ergebnis
Zertifikat als PDF, Eintrag in die Nachweismappe

Ein Video für alle ist die schwächste Form des Nachweises.

Artikel 4 der KI-Verordnung verlangt Maßnahmen, die die KI-Kompetenz des Personals fördern. Der Artikel stellt dabei ausdrücklich auf die technischen Kenntnisse, die Erfahrung, die Ausbildung und den Kontext ab, in dem die Systeme eingesetzt werden. Wer ein einziges Video an die gesamte Belegschaft ausrollt, hat etwas dokumentiert, aber nicht das, wonach der Artikel fragt.

Deshalb ist diese Stufe zweiteilig gebaut. Die Basis ist für alle gleich, weil die roten Linien für alle gleich sind. Alles, was von der Funktion abhängt, steht in einem eigenen Modul: Personalauswahl im HR-Modul, Kennzeichnung im Marketing-Modul, Schatten-KI im IT-Modul.

Quelle: EUR-Lex, Verordnung (EU) 2024/1689, Artikel 4

Stand der Rechtslage

Der Wortlaut von Artikel 4 wurde im Juli 2026 durch den Digital Omnibus neu gefasst. Die Pflicht besteht weiter und trifft weiterhin Betreiber, also jeden Betrieb, der KI einsetzt. Sie ist ausdrücklich eine Bemühenspflicht: Die Neufassung verpflichtet Anbieter und Betreiber nicht, für irgendeine Person ein bestimmtes Niveau an KI-Kompetenz zu garantieren. Der Nachweis läuft unverändert über die Dokumentation der ergriffenen Maßnahmen. Eine eigene Verwaltungsstrafe sieht die KI-Verordnung für Artikel 4 nicht vor.

Quelle: EUR-Lex, Verordnung (EU) 2026/1744, Artikel 4 neu gefasstRTR, KI-Servicestelle, abgerufen am 4. August 2026

Die acht Inhalte der Grundschulung

Sie stehen in dieser Reihenfolge, weil jede Einheit die vorige voraussetzt. Wer nicht weiß, warum ein Sprachmodell erfindet, versteht die Prüfpflicht nicht, und wer die Prüfpflicht nicht versteht, wendet den Check nicht an.

  1. 5 Min

    Warum Sie hier sitzen

    Was die KI-Verordnung verlangt, ehrlich dargestellt. Artikel 4 ist eine Bemühenspflicht ohne eigene Verwaltungsstrafe. Artikel 5 und Artikel 50 sind scharf sanktioniert. Der Unterschied wird hier erklärt, damit niemand aus dem falschen Grund aufpasst.

    LernzielKennt den Grund der Schulung

  2. 12 Min

    Was KI ist, und was nicht

    Sprachmodelle ohne Fachjargon. Warum ein Modell Wahrscheinlichkeiten berechnet statt zu wissen, warum daraus Erfindungen entstehen, wo Verzerrungen herkommen und wo die Grenzen liegen.

    LernzielBenennt drei Fehlerquellen

  3. 12 Min

    Die roten Linien

    Die verbotenen Praktiken nach Artikel 5: Emotionserkennung am Arbeitsplatz, soziale Bewertung, biometrische Kategorisierung, manipulative Systeme. Mit Beispielen aus dem Betriebsalltag, nicht mit Gesetzeszitaten.

    LernzielErkennt verbotene Anwendungen

  4. 12 Min

    Was gekennzeichnet werden muss

    Artikel 50 gilt seit 2. August 2026: Chatbots müssen sich als KI zu erkennen geben, KI-erzeugte Inhalte und Deepfakes sind zu kennzeichnen. Die maschinenlesbare Markierung ist eine Aufgabe der Anbieter: Wer ein System vor dem 2. August 2026 in Verkehr gebracht hat, muss sie bis 2. Dezember 2026 nachrüsten.

    LernzielWeiß, wann Kennzeichnung nötig ist

  5. 15 Min

    Was nie in eine Eingabe gehört

    Personenbezogene Daten und DSGVO. Geschäftsgeheimnisse. Kunden- und Gesundheitsdaten. Was mit einer Eingabe technisch passiert, und warum der kostenlose Zugang und der geschäftliche Zugang desselben Anbieters nicht dasselbe sind.

    LernzielEntscheidet über die Zulässigkeit einer Eingabe

  6. 8 Min

    Schatten-KI

    Warum private Zugänge im Betrieb ein Problem sind, auch wenn damit gute Arbeit gemacht wird. Der richtige Weg, und wie man den Wunsch nach einem neuen Werkzeug meldet, statt ihn heimlich zu erfüllen.

    LernzielKennt die freigegebenen Werkzeuge

  7. 8 Min

    Wem gehört das Ergebnis

    Urheberrecht am Ergebnis. Fremde Rechte, die im Ergebnis stecken können. Und warum die Verantwortung für alles, was hinausgeht, beim Menschen bleibt, der es hinausgehen lässt.

    LernzielWeiß um die eigene Prüfpflicht

  8. 13 Min

    Gut arbeiten mit KI

    Der Prüfschritt vor jeder Nutzung, eine saubere Aufgabenstellung, das Prüfen von Ergebnissen. Und die Frage, die am häufigsten übersehen wird: wann man KI besser nicht einsetzt.

    LernzielWendet den Prüfschritt an

Dazu kommen zwei Einheiten, die nicht bei allen gleich aussehen

Ihre Hausregeln

Fünf Minuten, je Kunde individuell: Ihre betriebliche KI-Richtlinie, Ihre freigegebenen Werkzeuge, Ihre Ansprechperson. Wenn diese Regeln noch nicht existieren, entstehen sie in der Ausbildung zur beauftragten Person.

Abschlusstest

Fünfzehn Fragen, zufällig aus einem Pool von sechzig gezogen, Bestehensgrenze 70 Prozent, zwei Wiederholungen. Der Pool ist bewusst viermal so groß wie die Prüfung. Ein Test, den man ohne Teilnahme besteht, ist als Nachweis wertlos.

Das Merkstück

Vier Fragen vor jeder Nutzung

Das ist der Teil, der auch nach einem Jahr noch sitzen muss. Alles andere in dieser Schulung erklärt, warum diese vier Fragen die richtigen sind.

  1. Darf ich?

    Ist das Werkzeug im Betrieb freigegeben, und ist die Anwendung erlaubt?

  2. Was gebe ich hinein?

    Keine personenbezogenen Daten, keine Geschäftsgeheimnisse, keine fremden Unterlagen.

  3. Stimmt das Ergebnis?

    Fakten, Zahlen und Quellen prüfen. Immer, auch wenn es überzeugend klingt.

  4. Muss ich es kennzeichnen?

    Geht es nach außen? Erkennt die empfangende Person, dass KI im Spiel war?

Die sieben Rollenmodule

Je zwei bis drei Stunden, online oder in Präsenz. Sie buchen nicht alle, sondern die, die zu Ihren Abteilungen passen. Zwei davon sind nicht optional, wenn die Tätigkeit im Haus vorkommt: Personal und Marketing.

Geschäftsführung und Leitung3 Stunden

Geschäftsführung, Prokura, Bereichsleitung

  • Der Rechtsrahmen mit den echten Fristen und den echten Strafrahmen
  • Sorgfaltsmaßstab und Organverantwortung: wo die persönliche Haftung beginnt
  • Die Pflichten der Leitungsorgane nach dem NISG 2026, das am 1. Oktober 2026 in Kraft tritt
  • Wen Sie im Haus brauchen: Rolle, Befugnisse und Ausstattung der beauftragten Person
  • Budget, Priorisierung und ein Zeitplan, der hält
Personal und Recruiting3 Stunden

HR, Recruiting, Führungskräfte mit Personalverantwortung

Das risikoreichste Modul. Hier liegen die tatsächlich scharf sanktionierten Fälle.

  • Emotionserkennung am Arbeitsplatz ist nach Artikel 5 verboten. Was das für HR-Werkzeuge, Bewerbungsvideos und Gesprächsauswertung bedeutet
  • Bewerberauswahl und Mitarbeiterbewertung als Hochrisiko-Anwendungen: Pflichten ab 2. Dezember 2027, und was jetzt schon vorzubereiten ist
  • Diskriminierungsrisiken und Gleichbehandlungsgesetz
  • Betriebsvereinbarung nach § 96 ArbVG, in Betrieben ohne Betriebsrat der Weg über § 10 AVRAG
  • Bewerberdaten und DSGVO
Marketing, Vertrieb und Kommunikation3 Stunden

Alle, die Inhalte veröffentlichen

Artikel 50 gilt seit 2. August 2026 und ist sanktioniert.

  • Wann ein Text, ein Bild oder ein Video als KI-erzeugt zu kennzeichnen ist, und wie genau
  • Maschinenlesbare Markierung: was sie technisch bedeutet und warum die Frist 2. Dezember 2026 die Anbieter von Bestandssystemen trifft, nicht Sie
  • Deepfakes und Persönlichkeitsrechte
  • Urheberrecht am Ergebnis, fremde Marken und Werke im Ergebnis
  • Werbeaussagen und § 2 UWG
  • Praxisteil: die eigenen Kanäle durchgehen und den Kennzeichnungsbedarf feststellen
Finanzwesen, Buchhaltung und Kanzleien3 Stunden

Rechnungswesen, Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung

  • Berufsrechtliche Verschwiegenheit und Cloud-KI: was geht, was nicht
  • Mandanten- und Klientendaten in KI-Werkzeugen
  • Belegverarbeitung und automatisierte Auswertung
  • Prüfpflicht und Haftung bei fehlerhaftem Ergebnis
  • Für Steuerberatung zusätzlich: was Sie Ihren Klienten zur KI-Verordnung sagen können, ohne sich angreifbar zu machen
IT und Informationssicherheit3 Stunden

IT-Leitung, Administration, Informationssicherheit

  • Schatten-KI erkennen und eindämmen
  • Werkzeugauswahl: Datenstandort, Auftragsverarbeitung, Nutzung der Eingaben zum Training
  • Zugriffsrechte, Protokollierung, Ausleitung von Daten
  • Prompt Injection und die typischen Angriffswege
  • Schnittstelle zum NISG 2026: Registrierung und Meldefristen
  • Das KI-Inventar von der technischen Seite, Lieferantenprüfung und Vertragsklauseln
Kundenservice2 Stunden

Service, Support, Empfang

  • Chatbot-Transparenz nach Artikel 50: wie die Offenlegung konkret formuliert wird
  • Eskalation an Menschen: wann sie zwingend ist
  • Protokollierung und Nachvollziehbarkeit
  • Umgang mit falschen Auskünften der KI und die Haftung des Unternehmens
  • Praxisteil: die eigenen Antwortvorlagen prüfen
Produktion, Technik und Entwicklung3 Stunden

Fertigung, Konstruktion, Produktentwicklung

  • KI in Produkten: Pflichten nach Anhang I ab 2. August 2028, CE-Kennzeichnung
  • KI in der Fertigung: Qualitätskontrolle, Wartung, Steuerung
  • Menschliche Aufsicht bei automatisierten Entscheidungen
  • Wenn Sie KI in eigene Produkte einbauen: vom Betreiber zum Anbieter, und was sich dadurch ändert
  • Produkthaftung und Dokumentation für die technische Prüfung

Der Punkt, den fast alle übersehen

Ein Schulungs-Dashboard, das festhält, wer wann welches Modul absolviert und wie er im Test abgeschnitten hat, ist ein technisches System, mit dem Arbeitnehmer erfasst werden. Berührt es die Menschenwürde, braucht seine Einführung nach § 96 Abs. 1 Z 3 ArbVG die Zustimmung des Betriebsrats. In Betrieben ohne Betriebsrat tritt nach § 10 Abs. 1 AVRAG die Zustimmung der betroffenen Person an diese Stelle.

Wir sagen das ausdrücklich, weil ein Nachweissystem, das der Betriebsrat nachträglich stoppt, Ihnen mehr Arbeit macht als gar keines. Die Muster-Betriebsvereinbarung dafür entsteht in der Ausbildung zur beauftragten Person und liegt bei uns bei, statt dass Sie sie zukaufen müssen.

Quelle: RIS, ArbVG § 96 und AVRAG § 10, Fassung geprüft am 4. August 2026

Zur Ausbildung Beauftragte:r

Wie die Schulung technisch läuft

Die Anforderungen an diese Stufe kommen nicht aus dem Marketing, sondern aus dem Umstand, dass sie Anmeldewellen aushalten muss und dass seit 28. Juni 2025 das Barrierefreiheitsgesetz für digitale Dienstleistungen gilt.

  • Selbstbedienung von der Anmeldung bis zum Zertifikat

    Keine manuelle Freigabe, keine Wartezeit, keine Rückfrage bei uns. Sie legen Ihre Leute an, der Rest läuft.

  • Unterbrechen und fortsetzen

    Der Fortschritt wird gespeichert. Neunzig Minuten am Stück hat im Betrieb ohnehin selten jemand.

  • Mobil vollständig nutzbar

    Auch der Test, auch das Zertifikat. Kein Teil, für den man an den Schreibtisch muss.

  • Untertitel und Volltext zu allen Videos

    Pflicht nach dem Barrierefreiheitsgesetz seit 28. Juni 2025, und bei einer Schulung für die gesamte Belegschaft ohnehin geboten.

  • Zertifikat und Eintrag automatisch

    Das PDF entsteht beim Bestehen, der Eintrag in die Nachweismappe gleich mit. Sie tippen nichts ab.

Der nächste Schritt

Sagen Sie uns, wie viele Personen bei Ihnen arbeiten und welche Abteilungen KI tatsächlich einsetzen. Daraus schlagen wir Ihnen vor, welche Rollenmodule Sie brauchen und welche nicht. Ein Vorschlag, der zwei Module weniger enthält als möglich, ist uns lieber als einer, der alle sieben verkauft.

Oder direkt anrufen: +43 662 434300